Tiefenentspannung für Kinder

Die Tiefenentspannung ist eine wundervolle Gelegenheit, deinen Körper ruhen zu lassen. Wenn unser Körper leicht und entspannt ist, wird auch unser Geist ruhig und friedlich. Die Praxis der Tiefenentspannung ist sehr wichtig, um unseren Körper und Geist zu heilen. Bitte bitte nimm dir Zeit, sie oft zu üben. Du kannst die Tiefenentspannung zu jeder Tageszeit machen. Fünf oder zehn Minuten, wenn du am morgen aufwachst oder wenn du abends zu Bett gehst oder während einer kurzen Pausen in der Mitte eines geschäftigen Tages. Das Wichtigste ist, dass du es genießt.

Bitte lege dich bequem auf den Rücken. Schließe die Augen, lege die Arme auf  beiden Seiten deines Körpers hin und lass deine Beine und Füße sich entspannen und etwas nach außen öffnen.

Weißt du, dass du ein Wunder bist? Dein ganzer Körper ist ein Wunder, von den Haaren auf dem Kopf bis hinunter zum kleinen Zeh.

  • Wir beginnen damit, tief ein- und auszuatmen. Wenn wir einatmen, fühlen wir, wie unser Bauch sich hebt. Wenn wir ausatmen, fühlen wir, wie unser Bauch sich wieder senkt. Der Atem kommt und geht wie die Wellen im Ozean, sehr entspannt und sehr friedvoll. Mehre Atemzüge beobachtest du, wie der Bauch sich hebt und senkt.
  • Während du ein- und ausatmest wirst du dir deines ganzen Körpers bewusst. Fühle alle Teile deines Körpers, die den Boden berühren. Deine Fersen, die Unterseite deiner Beine, deinen Po, deinen Rücken, die Rückseite von Händen und Armen und die Rückseite von deinem Kopf. Mit jedem Ausatmen fühle, wie du dich tiefer und tiefer in den Boden hinein entspannst, alles loslässt, deine Sorgen und deine Ängste oder Gedanken und die Pläne für die Zukunft.
  • Einatmend fühle ich meine beiden Hände. Ausatmend entspanne ich völlig die Muskeln in meinen beiden Händen. Einatmend fühle ich, wie glücklich ich bin, dass ich zwei gute Hände habe, ausatmend lächle ich meinen beiden Händen zu. Meine beiden Hände sind so kostbar. Mit meinen Händen kann ich im Sand spielen und eine Sandburg bauen. Mit meinen beiden Händen kann ich malen. Ich kann zeichnen, ich kann schreiben. Ich kann bauen, Sachen reparieren oder ein Tier streicheln. Ich kann Fahrrad fahren. Ich kann auf einen Baum klettern und einen Schneeball werfen. Ich kann die Hand von einem Freund halten. Ich kann meine Schuhe zubinden. Ich kann helfen Plätzchen zu backen, meine Haare bürsten und noch viel, viel mehr.

Beim Einatmen spreize ich meine Hände. Ausatmend entspanne ich sie. Meine Hände sind zwei sehr gute Freunde, die immer bereit sind zu helfen.

  • Ich atme ein und fühle meine beiden Arme. Ich atme aus und lasse meine Arme sich entspannen. Ich atme ein und fühle mich glücklich, dass ich zwei starke Arme habe. Ich atme aus und entspanne meine Muskeln und fühle Freude und Leichtigkeit in allen Zellen meines Armes. Mit meinen Armen kann ich meine Mama und meinen Papa, Oma und Opa umarmen. Ich kann sie ganz fest drücken. Mit meinen Armen kann ich auf der Schaukel schaukeln, schwimmen und einen Ball werfen. Sie helfen mir Rad zu schlagen, den Abfall hinunterzubringen und ein Kätzchen zu tragen. Jetzt habe ich die Gelegenheit meinen Armen danke zu sagen. Sie tun so viel für mich.

Einatmend strecke ich meine Arme aus, ausatmend lasse ich meine Arme ruhen, vollkommen entspannt. Ich lächle meinen beiden Freunden zu.

  • Einatmend fühle ich meine Schultern. Ausatmend lasse ich meine Schultern ruhen und gebe ihr ganzes Gewicht an den Boden ab. Einatmend schicke ich all meine Liebe zu meinen Schultern und ausatmend lächle ich meinen Schultern zu. Ich bin dankbar für ihre Stärke. Immer wenn ich ausatme fühle ich wie sie tiefer und tiefer entspannen.
  • Einatmend fühle ich meine beiden Füße, ausatmend lächle ich meinen beiden Füßen zu. Ich bewege meine Zehen, jede einzeln. Wie schön, zwei Füße zu haben. Mit meinen beiden Füßen kann ich gehen, laufen, Sport treiben, tanzen und Fahrrad fahren.

Meine Füße mögen es, den warmen Sand zu spüren, wenn ich am Strand gehe. Wenn es regnet, macht es mir Spaß, mit meinen Füßen in die Pfütze zu springen. Im Park oder auf dem Spielplatz lieben es meine Füße, zu laufen, zu springen und zu hüpfen. Und wenn ich müde bin, lieben sie es, sich auszuruhen. Vielen dank, Füße.

Einatmend strecke ich meine Füße und Zehen aus. Ausatmend entspanne ich meine Füße. Ich bin so froh über meine zwei Füße.

  • Ich atme ein und fühle mein rechtes und linkes Bein. Ich atme aus und genieße meine beiden Beine. Meine beiden Beine sind jeden Tag gewachsen, seit ich ein winzigkleines Baby war. Sie wachsen immer noch und ändern sich auch grade in diesem Moment. Meine wachsenden Beine helfen mir aufrecht zu stehen, jeden Tag ein bisschen größer. Mit meinen beiden Beinen kann ich im Schneidersitz sitzen oder Spagat machen. Ich kann Fußball spielen und auf Stelzen gehen. Beim Treppensteigen und auf dem  Schulweg, bin ich schon viele Kilometer mit meinen Beinen gegangen. Es fühlt sich so gut an, Beine zu haben.

Einatmend strecke ich meine Beine aus, ausatmend entspanne ich meine Beine. Meine Beine sind ein Wunder und sie sind immer für mich da.

  • Einatmend fühle ich meine beiden Augen. Ausatmend lächle ich meinen Augen zu. Einatmend lasse ich die vielen Muskeln um meine Augen herum sich entspannen. Ausatmend sende ich meinen beiden Augen Liebe und Fürsorge. Meine zwei Augen sind ein Geschenk. Mit meinen beiden Augen kann ich sehen und schauen. Mit den Augen kann ich dich sehen und kann ich mich sehen. Ich kann die Vögel sehen, wie sie über den hellen blauen Himmel fliegen. Ich kann den gelben Mond so hoch dort oben sehen. Ich kann lesen, schreiben und Fernsehen schauen. Ich kann die Ameisen beobachten, wie sie emsig bauen. Wenn ich traurig bin, kann ich weinen und die Tränen fließen lassen. Meine Augen lassen alles, was in mir ist, sich zeigen.

Einatmend drücke ich meine Augen zusammen. Mit dem Ausatmen lasse ich meine Augen sich entspannen. Danke, Augen, dass ihr mich sehen lasst, denn es gibt so viel Schönheit um mich herum zu sehen.

  • Einatmend fühle ich, wie meine Lungen größer werden. Wenn ich ausatme, lasse ich sie sich zusammenziehen. Einatmend fühle ich mich so glücklich, dass ich zwei gute Lungen habe. Ausatmend lächle ich ihnen mit Freundlichkeit zu. Meine Lungen sind so unglaublich. Sie helfen mir ein- und auszuatmen, Tag und Nacht, sogar wenn ich schlafe. Sie bringen Sauerstoff in meinen Körper und geben mir die Kraft zu sprechen, zu singen, zu rufen, zu flüstern, zu kichern  und zu grummeln. Als ich neu geboren war, war das erste, was ich tat, einen tiefen Atemzug zu nehmen. Und seitdem sind meine Lungen für mich da, jede Minute, jede Stunde.

Ich atme die frische Luft in meine Lungen ein und wenn ich ausatme lasse ich sie ruhen und entspanne. Danke, ihr Lungen, dass ihr mir helft zu atmen.

  • Einatmend weiß ich, dass mein Herz auf der linken Seite meiner Brust schlägt. Ausatmend genieße ich mein Herz und lasse es ruhen. Mit meinem Einatmen sende ich Liebe zu meinem Herzen. Mit meinem Ausatmen lächle ich meinem Herzen zu. Mein Herz hält mich am Leben und ist immer für mich da, jede Minute und jeden Tag. Es macht nie Pause. Mein Herz hat schon geschlagen seit ich ein vier Wochen alter Fötus in meinem Mutterbauch war. Es ist ein wunderbares Organ, das mir bei allem hilft, was ich am Tage tue. Einatmend weiß ich, dass mein Herz mich auch liebt. Ausatmend verspreche ich auf eine Weise zu leben, so dass mein Herz gesund und stark bleibt.

Mit jeder Ausatmung fühle ich mein Herz sich mehr und mehr entspannen und jede Zelle in meinem Herzen mit Leichtigkeit und Freude lächeln.

  • Einatmend fühle ich meinen Magen. Ausatmend lasse ich meinen Magen entspannen. Einatmend genieße ich meinen Magen und ausatmend lächle ich ihm zu. Ich weiß, dass mein Magen hart für mich arbeitet. Jeden Tag verdaut er das Essen, das ich esse und gibt mir Energie und Kraft. Nun lasse ich ihn völlig ruhen.

Beim Einatmen fühle ich, wie mein Magen sich froh und leicht anfühlt. Beim Ausatmen fühle ich Dankbarkeit für meinen Magen und dafür, dass er immer für mich da ist.

  • Nun bringe ich meine Aufmerksamkeit in einen Teil meines Körpers, der krank ist oder Schmerzen hat. Ich nehme diese Zeit, um mir seiner bewusst zu werden und ihm meine Liebe zu schicken. Einatmend lasse ich diesen Teil meines Körpers ruhen, ausatmend lächle ich ihm mit Freundlichkeit zu. Ich weiß, dass es andere Teile meines Körpers gibt, die immer noch stark und gesund sind. Ich lasse diese Teile meines Körpers ihre Kraft und Energie an den schwachen oder kranken Teil schicken. Ich fühle, wie die Unterstützung, Energie und Liebe der gesunden Teile meines Körpers in den schwachen eindringen und ihn beruhigen und heilen.

Beim Einatmen weiß ich, dass mein Körper ein Wunder ist, weil er sich heilen kann, wenn er krank ist. Beim Ausatmen lasse ich meine Sorgen und Ängste, die ich vielleicht in meinem Körper habe, los. Ein- und ausatmend lächle ich mit Liebe und Vertrauen in den Teil meines Körpers, dem es nicht gut geht.

  • Einatmend fühle ich, wie mein ganzer Körper auf dem Boden liegt. Ausatmend genieße ich das Gefühl, den Körper entspannt und ruhig liegen zu lassen.
  • Ich lächle meinem ganzen Körper zu, wenn ich einatme und sende meine Liebe und Mitgefühl an meinen ganzen Körper wenn ich ausatme. Ich fühle alle Zellen in meinem ganzen Körper freudig mit mir lächeln. Ich fühle Dankbarkeit für alle Zellen in meinem ganzen Körper. Ich fühle wie sich mein Bauch sanft hebt und senkt.

Wenn du magst, kannst du ein paar entspannende Lieder für die Kinder singen oder einige Minuten sanfte Musik spielen.

Das ist das Ende der Tiefenentspannung, du kannst deine Hände und Füße hin- und her bewegen und langsam ausstrecken. Dann rolle dich auf eine Seite. Wenn du bereit bist, dann öffne deine Augen. Nimm dir Zeit mit dem Aufstehen, mache es ruhig und leicht. Genieße es, die ruhige und bewusste Energie beizubehalten, die du erhalten hast.

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